Strand-Flair in der Innenstadt
Handels- und Gewerbeverein sowie Stiftungen gestalten Areal an der Kolpingstraße um

Entspannung nach einem anstrengenden Ortstermin fanden Eva Maria Deutschländer (links) und Kerstin Burdiek auf der neuen Wellenliege. Foto: Lammert
Wer hat schon einen Strand mitten in der Innenstadt? Damme hat einen. Und damit der auch in Zukunft attraktiv bleibt, haben die Stadt, deren Bauhof, der Handels- und Gewerbeverein (HGV) sowie die Stiftung Rückenwind und die Dammer Bürgerstiftung gemeinsam in jüngster Zeit einige Veränderungen vorgenommen.
Die vielleicht am ehesten ins Auge stechende: Ein Staketenzaun grenzt das Gelände nun von der Fahrbahn der Kolpingstraße ab. Der Zaun diene der Sicherheit der Kinder, damit die nicht plötzlich vom Stadtstrand auf die Fahrbahn laufen, sagte die City-Managerin Eva Maria Deutschländer bei einem Ortstermin. An dem nahmen neben ihr teil für die Stadt Rolf Mähler als Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, der Bauhofleiter Bernard kl. Hackmann, Anne Marcus-Rusche von der Stiftung Rückenwind, Heiko Bertelt sowie Kerstin Burdiek von der Bürgerstiftung und Bettina Koch, die das Gelände bis zumindest 2027 an den HGV verpachtet hat.
Neu auf dem Gelände ist Handels- und Gewerbeverein sowie Stiftungen gestalten Areal an der Kolpingstraße um aber längst nicht nur der Zaun. Ein zweites Sonnensegel sorgt bei Sonnenschein für Schatten. Eine Wellenliege lädt jene zum Ausruhen ein, die nicht in den insgesamt 140 Tonnen Sand–30 Tonnen sind neu angeliefert worden – buddeln oder spielen wollen. Es gibt ein neues Nest sowie eine Federwippe mit einem Fisch als Sitz. Zudem finden sich auf dem Gelände nun zwei Eichenstämme. Alles das hat gekostet. Die beiden Stiftungen haben sich nach Worten der CityManagerin mit jeweils 15.000 Euro an den Kosten beteiligt.
Die Mittel seien allerdings auch dafür vorgesehen, einen sogenannten Dribbler für den neuen, bei der Volksbank Dammer Berge an der Mühlenstraße geplanten sechsten Spielpunkt in der Innenstadt zu kaufen. Der Dribbler solle dort demnächst aufgestellt werden, sagte Rolf Mähler. Die Spielpunkte hätten sich bewährt, sagte der Fachbereichsleiter weiter und erinnerte daran, dass es anfangs von einigen Bürgern viel Kritik gegeben habe, als die Stadt die Idee in die Öffentlichkeit trug, solche kleinen Spielstätten einzurichten.
Eva Maria Deutschländer ergänzte, alle Spielpunkte seien gut genutzt. Von ihnen profitierten letztlich nicht nur die Kinder, sondern auch die Geschäfte in der Innenstadt, weil der Besuch der Innenstadt so für Kunden mit Kindern noch attraktiver geworden sei. Zur Historie des Stadtstrandes: 2022 eröffnete dieser während der Sommermonate. Das Ziel war es, den Bürgern eine Art Ruheinsel in der Innenstadt anzubieten. Es gab die Möglichkeit, Getränke zu kaufen. 2023 schlossen der HGV und Bettina Koch einen zunächst bis 2025 befristeten Nutzungsvertrag.
Der Fokus für den Stadtstrand und dessen Nutzung liegt seitdem darauf, ihn als großen Spielplatz für Kinder vorzuhalten. Die Unterhaltung übernimmt der städtische Bauhof, der auch die neuen Geräte installiert hat. Denkbar ist es, dass die Geschichte „Stadtstrand“ nicht 2027 endet, wenn der Nutzungsvertrag ausläuft. Beim jüngsten Ortstermin signalisierten jedenfalls alle Teilnehmer ein großes Interesse daran, die Fläche in der heutigen Form zu erhalten.
Mit freundlicher Genehmigung der OV, Artikel vom 01.04.2026